Die Menschen dieser Welt haben recht unterschiedliche Eßgewohnheiten.
Während beispielweise die Eskimos zwangsläufig eine fett- und eiweißreiche Kost zu sich nehmen, stehen bei Vegetariern vorwiegend Getreide, Obst und Gemüse auf dem Speiseplan.
So läßt auch die Ernährungslehre sowohl Gesunden als auch Diabetikern einen gewissen Spielraum in der Gestaltung von Speiseplänen. Voraussetzung: bei Kohlenhydraten werden 55 - 65%, bei Fetten 25 - 35% und bei Eiweißstoffen 10 - 15% des Energiebedarfs eingehalten.
Die Zusammensetzung der nachfolgenden Diätformen unterscheidet sich nur geringfügig innerhalb der von der Er#nährungslehre erlaubten Toleranzen.
a) Eiweißbetonte Diät.
Diese Art der Diät kommt modernen Eßgewohnheiten am ehesten entgegen und sollte von Diabetikern bevorzugt werden.
b) Kohlenhydratbetonte Diät.
Wir wissen: Diabetiker können den beim Abbau der Kohlenhydrate entstehenden Traubenzucker nur schlecht abbauen. Insofern kommt diese Diätform nur unter zwei Bedingungen infrage: Bei einer gut eingestellten und regelmäßig kontrollierten Stoffwechsellage des geringfügigen Altersdiabetes einerseits und der Zufuhr von langsam resorbierbaren Kohlenhydraten andererseits (Diabetikernahrung).
c) Fettbetonte Diät.
Diabetiker neigen zu vermehrten Fettablagerungen in ihren Blutgefäßen (Arteriosklerose, Atherosklerose). Dieses Risiko läßt sich jedoch durch eine Verminderung der sog. "gesättigten Fettsäuren" verringern. Die regelmäßige Kombination von Blutfett- und Blutzuckerkontrollen sind bei der fettbetonten Diät besonders wünschenswert.